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Verschiedene Spezial-Radiographieanwendungen bei ZfP entdecken 

Wie messe ich den effektiven Brennfleck?

Es gibt viele Spezialanwendungen für Radiographie bei der ZfP.
In diesem Kapitel werden zur Verdeutlichung dieser Vielseitigkeit einige verschiedene Beispiele beschrieben.
Neben der Verwendung von Strahlung in der bildgebenden Radiographie, wird sie auch beispielsweise in Messinstrumenten, wie etwa Analysegeräte für Metalllegierungen (Positive Materialerkennung, PMI) verwendet. Diese Art nicht bildgebender Geräte und Anwendungen liegen außerhalb des Anwendungsbereichs dieses Buches.

Messung des effektiven Brennflecks

Der effektive Brennfleck ist eine wichtige Eigenschaft von Röntgenröhren und wird vom Hersteller festgelegt. Generell gilt: „je kleiner, desto besser“. Da die Größe des Brennflecks auch ein wichtiger Belichtungsparameter ist (siehe Abschnitt), ist es äußerst wichtig, dass der Hersteller diese Informationen genau angibt. Bis vor Kurzem, war die Film- oder Pinhole-Methode üblich. Seit 1999 gibt EN 12543-1 ein standardisiertes Verfahren vor, das jedoch aufgrund der erforderlichen, kostspieligen Geräte und des hohen Zeitaufwands keine breite Unterstützung bei den Lieferanten findet. Das für effektive Brennflecke <0,2 mm geeignete EN-Verfahren umfasst das Scannen des Röntgenröhrenstrahls mit einem Szintillationszähler durch einen doppelten Kollimator mit einer extrem kleinen Öffnung von 10 μm. Die sich ergebenden Intensitätswerte werden dann in einem dreidimentionalen (isometrischen) Diagramm dargestellt, aus dem der effektive Brennfleck abgeleitet werden kann. TBetreiber von Röntgenröhren nutzen zur Verifizierung der Geräteherstellerdaten weiterhin die Film- oder Pinhole-Methode. FDie Röntgenröhre projiziert ihren Brennfleck gemäß dem Prinzip der „Kamera obskura“ durch ein sehr kleines Loch in einer Bleiplatte auf einen Film. Die Bleiplatte wird genau auf halbem Weg zwischen Brennfleck und Film aufgestellt. Um Streustrahlung zu vermeiden, befindet sich das Loch manchmal in einem Wolframstopfen, der Teil der Bleiplatte ist. Nach der Entwicklung kann die Größe des effektiven Brennflecks mithilfe eines Vergrößerungsglases auf dem Film gemessen werden. Aus der letztgenannten, nach EN weiterhin erlaubten und zulässigen Methode ergeben sich unerheblich kleinere effektive Brennfleckgrößen. EstaDie Bestimmung der effektiven Brennfleckgröße von Panorama-Röntgenröhren ist erheblich komplizierter. Es wird daher empfohlen, einfach ein Röntgenbild des Objekts mit den richtigen BPK aufzunehmen und die Übereinstimmung der Ergebnisse mit den vorgegebenen Qualitätsanforderungen zu prüfen.